Montag, 2. Mai 2011

#17 - Schedule

Mein "schedule", d.h. Plan fuer die Woche sieht momentan so aus:

Montag: Fruehstueck machen, um 7:30am entweder zum Schulbus oder zur Schule bringen (je nach Wetter). Bett machen, Geschirr vom Fruestueck wegraeumen. Dann OFF bis 5:25pm. Mit Bus zu "after care" (dort wird mit den Kids Hausaufgaben gemacht und gespielt), dann wieder nach Hause und Abendessen machen/ in den Park gehen (je nach Wetter). Hausaufgaben kontrollieren, dann mit Spielen die Zeit vertreiben oder einen Film gucken oder aehnliches. Um 9:30pm geht's ins Bett.

Dienstag: Fruehstueck machen, um 7:30am entweder zum Schulbus oder zur Schule bringen (je nach Wetter). Bett machen, Geschirr vom Fruestueck wegraeumen. Dann OFF bis 2:00pm. Zur Schule laufen und dann gemeinsam mit dem Bus zum Bahnhof fahren. Dort was essen und Hausaufgaben machen, dann mit der Subway in die Stadt nach Chelsea fahren. Dort Kind um 4:45pm abliefern. Dann OFF bis 8:00. Essen machen, und Zeit vertreiben bis es um 9:30pm ins Bett geht.

Mittwoch: Siehe Montag.

Donnerstag: Siehe Dienstag. (Meistens uebernimmt ihr Vater einen oder beide Nachmittage und liefert sie auch wieder zu Hause ab, ansonsten holt ihre Mutter sie nach der Arbeit aus Chelsea ab und bringt sie nach Hause.)

Freitag: Siehe Montag.

Samstag: Fruehstueck machen und um 8:30am zur Schule laufen (Samstagsschule). OFF bis 11:30, zur Schule laufen und dann zu Hause Lunch essen. Danach bin ich entweder OFF oder unternehme was mit ihr.

Sonntag: OFF.

Dieser Plan aendert sich aber bald, da zum Sommer noch Camp dazu kommt und einige andere Dinge wegfallen (Samstagsschule, etc.).

#16 - 42 days in...

Seit 42 Tagen bin ich nun in den USA und seit 39 Tagen in meiner Gastfamilie. Solange kommt es mir aber gar nicht vor, bisher ist die Zeit nur so dahin geflogen.

Ich hatte Besuch von meiner Schwester und ihrem Freund, ich habe viel mit anderen Au Pairs unternommen, ich habe mich mit nicht-Au Pairs getroffen und vor allem Manhattan erkundet. Ich habe geshoppt und gearbeitet.

Das Wohnzimmer ist jetzt fast fertig, diesen Eintrag schreibe ich am neuen Computer, ein iMAC (nett, gefaellt mir :D), den meine HM gestern mal aufgebaut hat.

Mit gefaellt es hier sehr gut. Die Stadt ist wunderbar, ich bin verliebt. Wenn man von den gaengigen Strassen abweicht, dann wird es immer besser. Gestern war ich mit einer anderen Au Pair aus New Jersey (sie war auch mit mir im Flieger von Frankfurt, sie ist aus Polen) in der Stadt unterwegs und wir sind die 8th Avenue entlang gelaufen und es war wunderbar. Da muss ich noch weiter erkunden!

Meine Stimmung ist aber leider etwas getruebt. Gestern spaet abends, ich lag schon im Bett, habe ich zufaellig noch schnell cnn.com gecheckt und dort war dann die Headline "OSAMA BIN LADEN DEAD", ein Spezialkommando hat ihn in Pakistand gefunden und getoetet. Es gab Siegesfeiern, spontane Paraden und Jugelfeiern, vor allem hier in NYC und Washington DC. Und ja, einerseits bin ich wirklich froh dass dieser grausame Mensch zur Strecke gebracht wurde, aber anderseits macht mir das auch wirklich Angst. Ja, die Al Qiada ist schwaecher als frueher, vor allem um 2001 rum, und ja, die mit dem Tod Bin Ladens wurde ihnen ein schwerer Schlag verpasst, aber letztenendes wird ihnen das nur einen Grund geben, jetzt richtig auszurasten. Der amerikanischen Regierung wurde seit Beginn der Suche nach Bin Laden gedroht, dass wenn sie ihn umbringen, der Terrorismus ausser Kontrolle geraten wuerde. Es wird von biochemischen Anschlaegen und nuklearen Angriffen gesprochen. Ja, die Sicherheit vor allem hier in NYC wurde massiv erhoeht, aber trotzdem werde ich von jetzt an die grossen Attraktionen, Menschenmassen und Touristenmeilen meiden. Die Subway nehme ich waehrend der Rushhour sowieso nicht.
Ich will jetzt natuerlich mein Leben hier nicht komplett einschraenken, wenn was passiert, dann passiert ist. Aber trotzdem werde ich vorsichtiger sein, mehr auf meine Umwelt achten und vielleicht auch etwas misstrauischer manchen Mitmenschen werden. Aber vielleicht werde ich jetzt schneller Dinge erledigen, die erledigt werden muessen. ;) Hat also auch was Gutes!

Allerdings werde ich jetzt definitiv NICHT an irgendwelchen Gedenkfeiern zu 9/11 teilnehmen, das gucke ich dann schoen vorm Fernseher.

Mittwoch, 16. März 2011

#16 - Au pairs on my flight

Ich habe eine E-Mail von der Agentur erhalten mit drei Namen von Au Pairs die ebenfalls auf meinem Flug von Frankfurt nach NYC sind. Aus Polen, Niederlande und Süd Afrika. Richtig, richtig gut. Ich hoffe, wir können uns im Gate treffen, damit uns nicht so langweilig wird. :D

#15 - So much to do, so little time...

Ja, ich liebe es, alles auf den allerletzten Drücker zu machen. Aber so lange es dann doch klappt! ;)

Meine To-Do-Liste für die nächsten zwei Tage:

[x] Haftpflichtversicherung abschließen
[_] Konto bei der Postbank eröffnen
[x] Zimmer fertig ausmisten
[x] alle wichtigen Dokumente 3x kopieren
[x] ein Paar Lederballerinas kaufen

Sieht machbar aus!

Dienstag, 15. März 2011

#14 - Rambling.

Wow, in 6 Tagen geht es los. Ich fass es noch gar nicht richtig. Vor so kurzer Zeit hieß es noch ein Monat, oder drei Wochen. Aber jetzt ist die letzte Woche auf deutschem Boden in vollem Gange und ich komm nicht so drauf klar.

Mein Zimmer sieht aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen (also alles so wie immer, würde meine Mutter sagen :D). Es stehen Umzugskartons rum, Müllsäcke und Kram, bei dem noch nicht entschieden wurde, ob er in einen Karton oder einen Sack kommt.

Ich bin momentan auch sehr beschäftigt. Abends treffe ich mich fast immer mit Freunden und tagsüber versuche ich alles andere zu regeln.

Aber ich freue mich auch schon so sehr, ich kann es nicht erwarten. Endlich Deutschland zu verlassen und einen komplett neuen Kontinent zu erforschen. Und NYC. Wow.

Der Kontakt zu meiner wunderbaren Gastfamilie ist stabil und sehr regelmäßig. Meine HM hat mir nun Links zu den Studienprogrammen, die für mich relevant sind, geschickt. Ich werde wohl an die NYU gehen.

Jetzt muss ich weiter aufräumen. Langsam aber stetig ist meine Devise. ;)

Freitag, 11. März 2011

#13 - No words.

#12 - Visumsgeschichte

Am Donnerstag, dem 10.03.2011, hatte ich morgens um 08:45 meinen Termin bei der amerikanischen Botschaft in Berlin. Natürlich hat sich die BVG dazu entschieden, genau in der Uhrzeit (bzw. von 04:00 bis 10:00) zu streiken. Und nach einer ziemlich durchzechten Nacht in der Hauptstadt und verspäteten U-/S-Bahnen und sehr viel Panik, bin ich dann mit dem Taxi gefahren. Vom Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte, hat es genau 25€ (exkl. Trinkgeld) zur Botschaft (Clayallee 170) gekostet. Im Hostel hieß es an der Rezeption noch 40-50€, aber zum Glück war es relativ günstig.

An der Botschaft angekommen, stand ich erstmal gut 15 Minuten draußen, vorm Security Check. Immer in 5-er Gruppen durften wir dann in das kleine Security Haus in dem man dem jungen Herren seinen Reisepass zeigen musste. Dann muss man seine Tasche (habe eine GROßE Tasche mitreingenommen) in einen Kasten legen und die wurde geröntgt und man selbst muss durch einen Metalldetektor. Die Beamtin hat dann noch meine Handcreme, eine kleine Bürste und einen Lipgloss von mir "beschlagnahmt", durfte ich dann aber später wieder abholen. Also sowas darf NICHT mit in die Botschaft. Wer sein Handy dabei hatte, musste es wegbringen, das wurde nicht aufbewahrt. Steht aber auch auf der Internetseite. Was dort nicht als verboten aufgelistet ist, aber doch nicht mit reingenommen werden darf, wird gerne aufbewahrt.

Durch den Security Check kommt man relativ schnell, dann geht es in die Botschaft, alles ist sehr gut ausgeschildert. An einem kleinen Sekretär sitzt eine Dame, die einem sagt, wo man hin muss. Nämlich um die Ecke, wo man seinen Pass ordnen muss. Dort lagen dann Zettel mit Vorgaben, wie man die Unterlagen in den Pass legen muss. Und dann muss man sich anstellen, um seine Unterlagen abzugeben. Das dauerte auch nicht sehr lange. Man wird zum Schalter gebeten und gibt seine ganzen Dokumente in ein kleines Fach, dass die Angestellte dann zu sich rüberholt (alles ist dick verglast, man spricht mit den Leuten über eine Art Gegensprechanlage) und dann guckt die Frau alles durch, und fordert einen auf, nochmal Platz zu nehmen.

Was musste ich abgeben?

- Reisepass
- Passfoto (5x5cm)
- DS-160
- DS-2019
- von der Bank abgestempelten Überweisungsbeleg der Visumsgebühren (105€)

Also kein Brief mit einer Begründung, warum ich unbedingt nach einem Jahr wieder nach Hause kommen muss oder so. Nur das Allernötigste. Von der Dame am ersten Schalter bekommt man auch ein kleines Pamphlet mit Infortmationen über die Rechte und soweiter, die man als Ausländer in Amerika hat. Dass man gegen seinen Arbeitgeber vor Gericht ziehen darf und dass man sich nicht irgendwie sexueller Schikane aussetzen muss. Und da stehen dann auch Telefonnummern drinne und noch ein paar Tips, damit so ein Jahr gut verläuft. Das muss man dann lesen, ist auf Englisch aber sehr gut zu verstehen.

Dann geht das Warten los. Ich habe gefühlte 45 Minuten gewartet, ob es so lange war oder noch mehr weiß ich nicht, da ich keine Uhr dabei hatte und auch nirgends eine hing.

Dann wird man per Lautsprecher aufgerufen und an einen bestimmten Schalter geschickt. Die Dame sprach mit manchen Bewerbern Englisch, mit mir aber Deutsch. Zuerst musste ich meine Fingerabdrücke geben, zuerst die linke Hand, dann die rechte Hand und dann die Daumen. Alles elektronisch, also keine Tintenpanscherei oder so.
Dann unser Gespräch:

Sie: "Sie wollen also als Au Pair arbeiten?"
Ich: "Ja, genau."
Sie: "Und wo?"
Ich: "In New York."
Sie: "Das Visum ist genehmigt. Es wird in einigen Tagen per Post bei Ihnen eintreffen."

Mehr war das nicht. Dann bin ich wieder aus der Botschaft raus, ins Security Häuschen und habe meine Sachen wiedergeholt, dann komplett raus. Habe einen Polizisten vor der Botschaft nach der Uhrzeit gefragt und er meinte, es wäre 10:10 Uhr, habe also nicht mal so lange in der Botschaft gesessen.

Und jetzt ein paar Dinge:

- Die Angestellten in der Botschaft waren ALLE sehr nett und hilfreich. Freundlich und geduldig. Also keine Angst. Nur die weibliche Security war ein kleiner Kampfzwerg, aber mit einem netten Lächeln war auch sie zu besänftigen.

- Man darf große Taschen mitreinnehmen, nur halt kaum was an Inhalt. Handcremes, Lipgloss, Labello, etc. wird alles eingezogen und verwahrt. Genauso wie alle anderen elektronischen Geräte, außer einem Handy, da es nicht aufs Gelände mitgebracht werden darf. Aber es gibt da wohl um die Ecke einige Schließfächer zu denen auch viele Bewerber geschickt wurden.

- Ich hatte einen kleinen Unfall mit meinen Unterlagen und einige sind davon feucht geworden. Habe sie trocken geföhnt und dadurch waren sie dann zwar sehr wellig, aber das war kein Problem. Die haben dazu nichts gesagt. Also keine Panik!

- Es gibt einen Briefmarkenautomat, einen Getränke- und Snackautomat und man kann sogar noch Umschläge kaufen. Außerdem war ein Bewerber, der sich ausversehen für das falsche Visum beworben hat und er musste nur an einen Computer, der ebenfalls im Wartenraum stand, setzen und das neu ausfüllen. Also auch kein Problem.

- Ich war 5 Minuten vor meinem eigentlichen Termin an der Botschaft, und sicherlich erst irgendwann im 9 Uhr in der Botschaft. Natürlich soll man nicht zu spät kommen, aber man muss auch nicht eine Stunde vorher da sein. Man kommt nicht schneller dran. Auch im Security Check haben viele, die nochmal weggeschickt wurden, gesagt, dass sie ja einen Termin hätte und dann da sein müssten, aber auch das war kein Problem. Die sind dann einfach etwas später gekommen. Es wartet halt niemand spezifisch auf einen, es gibt eine Liste und die wird abgearbeitet, man muss halt nur überhaupt erscheinen.

Das war's. Ziemlich antiklimatisch. Ich werde nochmal updaten, wann mein Visum dann im Briefkasten liegt, das soll innerhalb von 48 Stunden in die Post gehen, kommt dann wohl bald.

EDIT: Visum lag heute, dem 12.03.2011, in der Post, hat also wirklich nur 48 Stunden gedauert. :)

xx